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Start Geschichte

 ( bearbeitet u. zusammengestellt von Stefan Hawner)

 

Festschrift 50 Jahre SV 09 Fraulautern

August 1959              

 

Der Handballsport wurde im Jahr 1921 durch den Turnverein in Fraulautern eingeführt. Wenig später nahmen auch die DJK und die „Sportfreunde“ diesen schönen Sport auf, der sich im Laufe der Jahre in Fraulautern stetiger Beliebtheit erfreute. Als 1924 der Sportverein 09 und die Sportfreunde sich zusammenschlossen, erhielt der neue Verein damit auch eine starke Handballabteilung. Zusammen mit dem 50. Vereinsjubiläum kann also auch eine 35jährige Pflege des Handballsports im SV 09 Fraulautern gefeiert werden. Es ist heute – genau wie in den anderen Abteilungen – schwer, eine genaue Übersicht über die Entwicklung des Handballsports im Sportverein 09 Fraulautern zu bringen, da die meisten Unterlagen aus der Vorkriegszeit vernichtet worden sind. Die nachfolgende Chronik kann deshalb für die Zeit zwischen den beiden Kriegen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

 

Im Jahre der Fusion spielte die Handballmannschaft mit den Vereinen von Saarlouis, Roden Merzig, Völklingen, Sportfreunde Saarbrücken, Fußballverein Saabrücken und Neunkirchen in der höchsten saarländischen Spielklasse. Im Spieljahr 1924/25 belegte der SV Fraulautern einen beachtlichen dritten Tabellenplatz. In Freundschaftsspielen gegen starke Gegner wie Kreuznach, VfR Mannheim und Waldhof-Mannheim zeigten die jeweils nur knappen Niederlagen, dass die Elf einen beachtlichen Handball spielte. In den folgenden Jahren wurde die Klasse immer gehalten. Im Spieljahr 1926/27 traten einige jüngere Spieler in die Mannschaft ein. Es zeigte sich, dass es ein großer Vorteil war, dass Handballer und Leichtathleten in einer Abteilung unter Leitung von Karl Kilper zusammengefasst waren. Während die Handball-Verbandsspiele im Winterhalbjahr ausgetragen wurden, verblieb den Sportlern im Sommer genügend Zeit, um an leichtathletischen Wettkämpfen teilzunehmen. Dadurch war die 1927/28 neu formierte Elf an Schnelligkeit und Kondition den meisten Vereinen überlegen. Nur in spielerischer Hinsicht war die Mannschaft nicht so stark, so dass nach Abschluss der Verbandsrunde 1927/28 nur ein Mittelplatz erreicht werden konnte. Als 1929 das Fest des 20jährigen Bestehens des Vereins gefeiert wurde, hatte die Handballabteilung durch Eintritt neuer Mitglieder sehr an Spielstärke gewonnen. Durch Spenden der Fraulauterner Geschäftswelt konnte ein neuer Dreß angeschafft werden. In den Freundschaftsspielen gegen den SC Roden, der Saarmeister war und nur knapp im Endspiel um den Titel des Rhein-Main-Saar-Meister unterlegen war, konnte an dem Jubiläumstag ein beachtliches Unentschieden (2:2) herausgespielt werden. Unsere Mannschaft errang in den Jahren 1929-1931 schöne Erfolge. In  zwei Verbandsspielrunden konnte jeweils der dritte Tabellenplatz erreicht werden. In dem Spieljahr, in dem Merzig Meister vor Roden und Fraulautern wurde, gelang in Merzig ein 5:5 Unentschieden. Von diesem Spiel schrieb die Merziger Zeitung u. a.: „Die Fraulauterner zeigten sich von der besten Seite. Es gab keinen schwachen Punkt in der Mannschaft. Die gute und konsequente Deckung der 09-er Hintermannschaft vereitelte dem sonst so gefürchteten Merziger Innensturm den gewohnten Erfolg.“ Am 15. Februar 1931 errang die Mannschaft durch einen 3:2 Erfolg über Reimsbach den Titel des Pokalmeisters der A-Klasse des Saar-Mosel-Kreises, nachdem der Postsportverein Trier vorher mit 2:1 ausgeschaltet worden war. Der Aufstieg in die Verbandsliga glückte in den Qualifikationsspielen nicht.

In den folgenden Jahren schlugen sich die Handballer mit wechselndem Erfolg. Es gab Rückschläge, aber immer wieder fanden sich die Freunde des kleinen Lederballes zusammen. Als im Januar 1933 eine Auswahl von Fraulautern gegen Dillingen ein „Nothilfespiel“ austrug, waren in der Elf vier Spieler des SV 09 Fraulautern vertreten.

Durch den Zusammenschluss der Fraulauterner sporttreibenden Vereine in der „TSG Saarlautern 3“ erhielt auch der Handballsport Auftrieb. Bis Kriegsausbruch spielte die I. Mannschaft in der Bezirksklasse eine gute Rolle. Die letzte große Handballdemonstration vor dem Krieg in Fraulautern war das Gebietshandballturnier an Ostern 1939, an dem sich 32 Mannschaften aus dem gesamten südwestdeutschen Raum beteiligten. Die Fraulauterner 1. Jugend belegte bei diesem Turnier einen beachtlichen zweiten Platz.

Aus dem Krieg ist noch bekannt, dass die Jugend im Jahr 1941 zweiter Bannmeister wurde und an den Spielen um die Gebietsmeisterschaft teilnahm. Wie in den anderen Sportarten ging es dann auch im Handball: Der Spielbetrieb musste eingestellt werden.

Nach dem Krieg fanden sich die Spieler der Handballabteilung wieder zusammen, und im Frühjahr 1946 konnte mit dem Training begonnen werden. In der Versammlung am Karfreitag 1946, in der der Sportverein 09 Fraulautern offiziell wieder gegründet wurde, wurde auch die Handballabteilung ins Leben gerufen. Der aktive Spieler Johann Ney wurde zunächst mit dem Aufbau der Abteilung beauftragt. Da er mit den Mannschaften selbst alle Hände voll zu tun hatte, gab er sein Amt bald an den ersten Nachkriegsabteilungsleiter Alfred Theobald ab.

Bereits zwei Tage nach der offiziellen Wiedergründung trug die 1. Handballmannschaft ihr erstes Spiel aus. Gegner war an Ostersonntag der SC „Saar“ Roden. Auf Anhieb glückte unserer Elf ein 11:4 Erfolg. Die „Saarbrücker Zeitung“ vom 24. April 1946 schrieb über dieses Spiel: „Erstmalig spielte die erste Handballmannschaft des SV 09 Fraulautern am Ostersonntag wieder. Sie erntete einen ehrenvollen Sieg und zeigte, dass die Spieler noch sehr auf der Höhe sind. Das Spiel verlief sehr flott, denn auch die Rodener zeigten ihr Können.“

Durch die zielbewusste Aufbauarbeit verfügte die Handballabteilung auch bald über eine II. Mannschaft, eine Jugendelf und eine Damenmannschaft. An dieser Stelle sei eingeschoben, dass der Damenhandball in den Jahren nach dem Krieg großen Anklang fand. Fast in jedem handballspielenden Verein gab es auch bald eine Frauenmannschaft. Unsere Damenelf spielte einen ganz schönen Handball, wenn es auch meistens an wurfkräftigen Stürmerinnen fehlte. Im Spieljahr 1947/48 spielte die Damenelf in der Landesklasse, Staffel West, und erzielte ihren schönsten Sieg, als sie in Fraulautern den noch ungeschlagenen Favoriten Wadgassen mit 2:1 bezwang. Nach Ablauf dieser Saison war es allerdings nicht mehr möglich, eine Damenmannschaft zu melden.

 

Doch zurück zu den Herrenmannschaften. Als Provisorium wurde im Jahr 1946 eine Verbandsspielrunde der Gruppe Saarlouis-Merzig durchgeführt. In dieser Gruppe spielten: Roden, Brotdorf, Lisdorf, Griesborn, Dillingen, Wadgassen, Merzig, Hilbringen und Fraulautern. Nach schwachem Start – in Dillingen 3:3 und daheim gegen Merzig 6:6 – folgten Siege, so dass Fraulautern nach einem überraschenden 9:7 Erfolg in Roden den zweiten Platz belegte.

 

Am 1. September 1946 trug eine Auswahlmannschaft der Stadt Saarlouis einen Vergleichskampf gegen die Auswahl der Gruppe Saarlouis-Merzig aus, den die Stadtmannschaft 11:6 gewann.

 

Am 22. September 1946 begann die neue Verbandsrunde. Fraulautern spielte entsprechend der früheren Klassenzugehörigkeit in der Gruppe West der Landesklasse Saar. In dieser Klasse spielten weiter: Wehrden, Lisdorf, Völklingen, Merzig, 1. FC Saarbrücken, Wadgassen und SC Roden. Wieder hatten wir einen schlechten Start: Die drei ersten Spiele gingen verloren, dann sammelte die Elf Punkte. Nach Abschluss der Saison belegten wir einen guten 5. Platz.

Die Spielsaison 1947/48 stand von Beginn an unter besonderen Verhältnissen, war doch bereits festgelegt worden, dass aus den beiden Landesstaffeln West und Ost eine einzige Klasse gebildet werden sollte. Von 22 Mannschaften waren also von vornherein 12 zum Abstieg verurteilt. Die Landesklasse West begann am 14. September 1947 mit den Vereinen Lisdorf, Merzig, Roden, Völklingen, Wehrden, Brotdorf, Wadgassen, Griesborn, Ensdorf und Fraulautern ihre Pflichtspiele. Lisdorf und Merzig schieden bald aus der Runde aus, da diese Vereine an den Spielen der Nordzonenliga teilnahmen. Die Spielrunde begann für Fraulautern verheißungsvoll, denn nach sechs Spieltagen belegten wir den zweiten Tabellenplatz. Nach der Niederlage in Wehrden kam es zu Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft, die in der Folge zu Spielerabwanderungen und –abmeldungen führten.

 

Es war dadurch nicht möglich, einen der ersten fünf Plätze zu belegen. In der Spielsaison 1948/49 bildeten die Vereine Fraulautern, Griesborn, SC Roden, Ensdorf, Völklingen und Brotdorf zusammen mit den Aufsteigern Saarlouis und Schaffhausen die Bezirksklasse West. Zusammen mit einem guten Nachwuchs hatten noch einmal alte Kämpen wie Rudi Rolles, Theo Fontaine die Handballschuhe angezogen. Nach Abschluß der Verbandsspiele belegten wir einen guten Mittelplatz.

In der Saison 1949/50 wurde dann der Tiefstand erreicht. Die Handballabteilung hatte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Oft war es nicht möglich, zu den Pflichtspielen mit elf Mann anzutreten. Auf den Nachwuchs wollte man zu dieser Zeit nicht zurückgreifen, weil die Jugendmannschaft im Kampf um den Titel des Saarlandmeisters stand. So brachte die Spielzeit 1949/50 den Abstieg in die Kreisklasse I, der der SV 09 Fraulautern bis zum Spieljahr 1953/54 angehören sollte. In dieser Zeit ging Jugendleiter Heinz Bastong daran, eine starke Jugendabteilung aufzubauen. Im Jahre 1949 hatte die 1. Jugend von insgesamt 31 Spielen 25 gewonnen, eines endete unentschieden und fünf gingen verloren. Die Jugend errang die Meisterschaft der Gruppe Saarlouis und des Kreises Saarlouis-Merzig-Wadern. Die 1. Schülermannschaft wurde im Spieljahr 1948/49 zweiter Saarlandmeister.          

 

Im Spieljahr 1951/52 gelang der Jugend erstmals der große Wurf. Nach Siegen über die Gruppenmeister St. Ingbert, Fürstenhausen, Spiesen und Quierschied und nur einer Niederlage in St. Ingbert wurde die I. Jugend erstmals Landesjugendmeister in der Aufstellung: Schleich, Reichrath, Becker, Schmitt, Jung, Conrad, Hennrich, Winter, Zeltinger, Schröder und Schmitt.

 

Im Spieljahr 1952/53 errang die Jugend dann einen beachtlichen Doppelerfolg. Sie wurde ungeschlagener Saar-Jugendmeister und nach einem 13:9 Erfolg über Wehrden auch Pokalmeister. Im gleichen Spieljahr wurde auch die Schülermannschaft Landesmeister und in den Spielen der Volksschulen wurde die Fraulauterner Elf ebenfalls Landesbester.

 

Die erste Mannschaft spielte in dieser Zeit in der Kreisklasse. In Freundschaftsspielen wurden beachtliche Resultate erzielt. An Ostern 1952 wurde eine Fahrt nach Köln angetreten, die wohl unvergesslich für alle Teilnehmer bleiben wird. Das erste Spiel gegen den Gauklassenvertreter Opladen wurde zwar hoch verloren, doch im zweiten Spiel gegen den ebenso starken Gauklassenvertreter TuS Leverkusen unterlag unsere Elf nur knapp. Infolge Verletzungen mehrerer Spieler ging auch das dritte Spiel in Forsbach im Königsforst knapp verloren.

 

An Pfingsten 1952 wurde aus Anlass des 30jährigen Bestehens des Handballs in Fraulautern ein großes Turnier ausgetragen, an dem neben vielen Saar-Vereinen auch der TuS Opladen, „Bayer“ Dormagen und der 1. FC Köln teilnahmen. Sieger dieses Turniers wurde bei den Aktiven überraschend Griesborn vor Opladen, während bei der Jugend „TuS Köln rechtsrheinisch“ durch ein 8:7 über Fraulautern Pokalsieger wurde.

 

In einer Stadtmannschaft, die am 25. Mai 1952 gegen eine Auswahl von Wuppertal antrat, standen folgende Fraulauterner Spieler: Zippel, Ohlmann Albert, Bastong Heinz, und Speth Klaus.

 

Zum Beginn der Saison 1953/54 wechselte die erfolgreiche Jugendmannschaft fast vollständig in die aktiver Elf über. Von nun an erzielten die Fraulauterner Handballer wohl einmalige Erfolge: In einem ununterbrochenen Siegeszug gelang es dem SV 09 Fraulautern, von der Kreisklasse bis zur Oberliga aufzusteigen.

 

Dieser Aufstieg sei hier noch einmal kurz skizziert:

Im Spieljahr 1953/54 wurde die junge Elf erneut ungeschlagener Meister der Bezirksklasse West. Lediglich zwei Punkte gab die Mannschaft ab: Gegen Merzig (3:3) und den Polizei-SV (13:13) wurde jeweils ein Unentschieden erzielt.

 

Auch in der nächst höheren Klasse, der Landesliga Saar, setzte sich der SV 09 Fraulautern im Spieljahr 1955/56 durch: Nach einem spannenden Brust-an-Brust Rennen mit Niederwürzbach wurde unsere Mannschaft Meister in der Landesliga.

 

Was wohl niemand für möglich gehalten hatte, wurde im Spieljahr 1956/7 wahr: Der Neuling Fraulautern hielt sich nicht nur gut in der Verbandsliga Pfalz/Saar, sondern wurde, erneut ungeschlagen, Meister dieser Klasse. Fraulautern gab nur zwei Punkte ab: Gegen Hilbringen und Rodalben wurde unentschieden gespielt. Damit war innerhalb von vier Jahren der Aufstieg in die Oberliga geschafft.

 

Auch in der Oberliga Südwest gab der SV Fraulautern einen respektablen Gegner ab. Als einziger Mannschaft gelang es uns, dem späteren Meister Hassloch auf dessen Platz einen Punkt (11:11) abzutrotzen. Der auf Anhieb erreichte 5. Tabellenplatz in der Oberliga Südwest genügte dennoch nicht, um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu sichern. Durch den Beschluss des Südwestdeutschen Verbandstages, an Stelle von drei Oberliga-Staffeln nur eine Oberliga-Klasse zu bilden, konnten nur die vier ersten jeder Staffel in der Oberliga verbleiben.

 

Da gleichzeitig der Beschluss gefasst wurde, dass in Zukunft das Spieljahr gleich Kalenderjahr sein sollte, wurde in allen Verbänden eine Überbrückungsrunde ausgespielt. In diese Überbrückungsrunde des Jahres 1958 konnte der SV Fraulautern einen weiteren, wohl einmaligen Erfolg verbuchen: Mit 36:0 Punkten blieb Fraulautern ungeschlagen und ohne Punktverlust, und wurde Saarland-Meister.

 

In Freundschaftsspielen errang die Elf gegen namhafte Gegner beachtliche Erfolge. So wurden z. B. die Begegnungen mit den Oberligisten des Rheinlandes Siesbach und Bassenheim – Pol. Koblenz – Pfalzel klar gewonnen. Der Abonnementmeister des Südwestens, die TSG Hassloch, wurde in Fraulautern mit 16:12 geschlagen, und gegen den Süddeutschen Meister SG Dietzenbach wurde ein 10:10 Unentschieden erzielt.

 

Analog dem Aufstieg im Feldhandball verlief auch der im Hallenhandball. Von der Kreisklasse gelangte unsere Mannschaft bis in die höchste saarländische Spielklasse, die auch bis heute trotz widriger Umstände gehalten werden konnte. Es muss vor allem beachtet werden, dass Fraulautern als einzige Mannschaft dieser Klasse nicht in der Halle trainieren kann, sondern in den Hallenspielen lediglich seine Kondition und die natürliche Spielveranlagung einsetzen kann. Es ist zu hoffen, dass die Stadt Saarlouis – die viertgrößte des Saarlandes, in absehbarer Zeit eine Halle erstellen kann, in der die handballtreibenden Vereine von Fraulautern, Lisdorf und Roden das Hallentraining aufnehmen können.

 

An den Erfolgen der letzten Jahre waren folgende Spieler beteiligt:

Günter Schleich, Albert Reichrath, Günter Becker, Hermann Conrad, Werner Jung, Werner Schmitt, Fritz Winter, Rudi Zeltinger, Willi Schröder, Franz Schmitt, Kurt Hennrich, Edmund Fritz, Josef Rupp, Robert Schmitt, Josef Schmitt, Kurt Röder, Manfred Theobald, Heinz Bastong, Hermann Bastong, Hans Schoenen, Ernst Röder, Heini Hirschbach, Helmut Schmidt und Hermann Hower.

 

Zu Spielen der Saar-Auswahl wurden herangezogen:

Peter Hennrich, Günter Schleich, Werner Jung, Kurt Röder und Hermann Hower. In einer Saar-Jugend-Auswahl spielten 1953 in Halle die Fraulauterner Willi Schröder, Rudi Zeltinger, Günter Schleich und Hermann Conrad.

 

Es zeigte sich auch in Fraulautern, dass Erfolge der aktiven Mannschaften stets begründet sind in einer zielbewussten Jugendarbeit. Jugendleiter Heinz Bastong, der dieses Amt von 1949 bis 1958 bekleidete, konnte mit seinen Nachwuchs-Mannschaften folgende Meisterschaften erringen:

 

Jugend:

1948/49, 1949/50, 1950/51         Kreismeister des Kreises Saarlouis-Merzig

1951/52                                    Saarland-Jugendmeister

1952/53                                    Saarland-Jugendmeister und Pokalsieger

Von 1953-1959                         jeweils Staffelsieger

1959                                        Kreismeister im Hallenhandball

 

Schüler:

1950/51                                    Kreismeister

1951/52                                    Kreismeister

1952/53                                    Saarland-Schülermeister

Von 1956-1958                         Kreisbester

 

Neben Jugendleiter Heinz Bastong gebührt weiterhin Hermann Simon, dem langjährigen aktiven Spieler und Abteilungsleiter und dem Trainer Peter Hennrich der Dank für ihre uneigennützige Arbeit. Sie haben, gestützt auf gut veranlagte und trainingsfleißige Mannschaften und unterstützt von anderen Helfern,  dem Handballsport in Fraulautern zu der heutigen Blüte verholfen.

 

Der Vorstand der Handballabteilung setzt sich im Jubiläumsjahr 1959 zusammen:

 

1. Abteilungsleiter:                    Hermann Simon

2. Abteilungsleiter u. Trainer:      Peter Hennrich

1. Geschäftsführer:                    Kurt Röder

2. Geschäftsführer:                    Albert Adam

1. Kassierer:                             Helmut Bastong

2. Kassierer:                             Heini Hirschbach

Jugendleiter:                             Hermann Hower    


 

Festschrift vom 14.07.1969

 60 Jahre SV 09

 

Seit 1921 wird in Fraulautern Handball gespielt. Der Höhepunkt in der Fraulauterner Handballgeschichte lag zweifellos in den Jahren 1955-1969. Wir erinnern uns noch gerne der großen Spiele anlässlich des 50jährigen Stiftungsfestes.

Wenn auch im letzten Jahrzehnt nicht an diese große Zeit angeknüpft werden konnte, so ist doch die Freude am Spiel mit dem kleinen Lederball bei allen Spielern, jung oder alt, geblieben. In der Spielzeit 1960/1 belegte unsere 1. Mannschaft den 3. Platz in der Verbandsliga Saar. In der Halle wurde sie 5., während die 2. Mannschaft in ihrer Klasse den 4. Rang erreichte. Unsere Jugend nahm an den Spielen um die Saarlandmeisterschaft teil und wurde 3. Saarlandmeister.

Doch schon in der folgenden Saison 1961/62 ging es nicht mehr so recht mit der Förderung des Nachwuchses. Die Abteilung war nicht in der Lage, einen geeigneten Jugendleiter zu benennen, und die Spiele gingen ohne Beteiligung von Jugendmannschaften des SV 09 vonstatten. Zwar stellten wir eine Reihe von Auswahlspielern – Schleich, Jung, Rupp, Zeltinger -  aber auch diese Spieler konnten nicht verhindern, dass die 1. Mannschaft in der Verbandsliga nur den vorletzten Tabellenplatz belegte. Nur durch den Aufstieg von TUS Neunkirchen in die Oberliga entgingen wir dem Abstieg.

Edgar Hirschbach rüttelte durch seinen Beitrag in der Vereinszeitung Nr. 1/62 die Müdegewordenen wach und übernahm wenig später die Abteilungsleitung. So konnte in der Spielzeit 1962/63 im Feldhandball die Verbandsliga gehalten werden, während wir im Hallenhandball in die Bezirksklasse abrutschten. Hier muss allerdings gesagt werden, dass es damals an der unteren Saar keine Möglichkeit zu regulärem Hallentraining gab: Es fehlten die großen Sporthallen. Die Jugendarbeit aber wurde wieder aufgenommen, mit Erfolg, denn 1964 wurde unsere Jugendmannschaft Staffelsieger.

In der Spielzeit 1963/64 (Rudi Zeltinger war inzwischen Abteilungsleiter geworden) schaffte die 1.Mannschaft den Wiederaufstieg in der Halle, zu früh, wie sich im folgenden Jahr zeigen sollte. Die stark verjüngte Mannschaft war wegen des fehlenden Hallentrainings zu unerfahren und konnte die Klasse nicht halten. Die „Alten“ wurden als 2. Mannschaft Meister der Kreisklasse 1, stiegen aber nicht in die Bezirksklasse auf, weil ja die 1. Mannschaft dieser Klasse zugeteilt war.

1967 nahm der ehemalige Auswahlspieler Werner Jung das Helft in die Hand als Abeilungsleiter und Trainer. Seine Aufbauarbeit wurde allerdings immer wieder durch Einberufungen zur Bundeswehr gestört. So verlor die 1. Mannschaft allein in einer Saison fünf Spieler aus diesem Grunde. Welche Mannschaft kann solche Ausfälle ohne Schaden verkraften?

Unsere Nachwuchsmannschaften, zur Zeit spielen vier in den Rundenspielen, aber bieten Gewähr dafür, dass es mit dem Handballsport in Fraulautern bald wieder aufwärts geht. 


 

 

80 Jahre SV 09 Fraulautern

Juli 1989

 

In den letzten Jahren konnten die Handballer im SV 09 einen stetigen Aufwärtstrend vermelden. Der Silberstreif am Horizont, den der 1. Vorsitzende des SV 09 bei der Meisterschaftsfeier im Jahre 1983 erkannte, um an alte Handballzeiten in Fraulautern anzuknüpfen, ist im vergangenen Jahr aufgegangen. Die Damenmannschaft wurde nach beständigem Aufbau in den Jahren zuvor in der vergangenen Saison ungeschlagen Meister in der Saarliga Südwest und spielt somit im nächsten Jahr in der höchsten saarländischen Klasse, der Oberliga. Das Ziel der Mannschaft wird es sein, diese Klasse zu halten.

Der Silberstreif hätte noch heller leuchten können, denn was unseren Damen gelungen ist, wäre um ein Haar auch unseren Herren geglückt. Dies wäre wohl der größte Erfolg der Handballer in den letzten 20 Jahren gewesen. Die Mannschaft von Trainer Klaus Ney stand bis 3 Spieltage vor Schluss and der Tabellenspitze in der Saarliga Südwest, wurde aber dann noch von ihrem Verfolger abgefangen und musste sich mit dem undankbaren 2. Tabellenplatz zufrieden geben. Man wird in diesem Jahr einen erneuten Anlauf nehmen. Bemerkenswert ist, dass in der Männermannschaft bis auf den Torwart alle Spieler aus dem eigenen Verein stammen, was in dieser Klasse wohl einmalig ist.

Die anderen Mannschaften der Abeilung spielten in den letzten 5 in folgenden Klassen: 2. Männermannschaft – Kreisklasse A, 3. Männermannschaft – Kreisklasse B. Die Ausnahme bildet lediglich unsere 2. Damenmannschaft. Sie stieg nach 5 Jahren Bezirksklasse in der vergangenen Saison wegen Personalmangel ab. 

In der Jugendarbeit entstand in den letzten Jahren ein großes Defizit. Zur Zeit haben wir zwei Jugendmannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen. Die Abteilung unternimmt momentan große Anstrengungen, um bei den Mini’ s und der E-Jugend Kinder zu finden, die Interesse am Handballspielen haben, um so wieder eine kontinuierliche Jungendarbeit aufzubauen.

 


 

Bilder aus alten Festschriften!